Praxismanagement
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Praxisbefragung von 100 Eigenblutpatienten

In meiner naturheilkundlich orientierten Allgemeinpraxis wird seit 1984 die Eigenblutbehandlung in großem Umfang durchgeführt. Zur Überprüfung der Therapieerfolge („Qualitätssicherung“) haben wir ab 15. November 1999 allen Patienten, die in die Praxis kamen, nacheinander einen selbst entworfenen Fragebogen (beim Verfasser erhältlich) in die Hand gedrückt.

Zum Gewinnen einer möglichst repräsentativen, zufälligen Stichprobe wurden alle Patienten erfaßt. Jeder der sagte, er habe noch nie in seinem Leben eine Eigenblutbehandlung erhalten, wurde dann aus der Stichprobe wieder gestrichen. Nach Verteilung von 100 Fragebögen - Zeitdauer 3 Wochen - wurde die Stichprobengewinnung beendet. Mich interessierte einerseits, wie zufrieden meine Patienten mit der Eigenblutbehandlung sind, andererseits wollten wir auch statistisch verwendbare Informationen gewinnen, da hierzu wenig Literatur vorliegt.

Von 100 abgegebenen Fragebögen waren 37 Männer und 63 Frauen, das Durchschnittsalter lag bei 39 Jahren, also beim Alter des Praxisinhabers. Etwa 80 % der Patienten waren gesetzlich versichert, der Rest privat. Befragt nach der bereits erhaltenen Eigenblutbehandlungen gaben 45 % an, daß sie bereits mehr als 20 Eigenblutinjektionen erhalten hätten, nur 3 % sagten, sie hätten nur eine einzige Eigenblutinjektion erhalten (20 % hatten 2-10 Injektionen bekommen, 32% hatten 11-20 Injektionen bekommen). Nur 1 % konnte sich daran erinnern, Eigenblut oral erhalten zu haben. Dies ist etwas unter dem in der Praxis gehandhabten Schnitt, gibt aber in etwa die durchschnittliche Vorgeschichte der Patienten wieder:
- Chronologisch befragt gaben 29 % an, die Eigenblutbehandlung im letzten Monat bekommen zu haben, 14 % im letzten halben Jahr, 16 % im Kalenderjahr 1999 und 41 % hatten ihre letzte Eigenblutbehandlung im Kalenderjahr zuvor oder früher bekommen.
- Nach dem Erfolg auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 befragt ergab sich die erfreuliche Resonanz, daß 18 % die Wertung 1 gaben, 45 % die Wertung 2, so daß sich insgesamt 54% für gut oder sehr gut entschieden (die weiteren Ergebnisse 21 % befriedigend, 7 % ausreichend, 6 % mangelhaft und 1 % ungenügend. 2 % machten keine Angabe).
- Die allgemeine Bewertung des Eigenbluts war ähnlich günstig: 73 % sagten Eigenblut insgesamt fänden sie gut oder sehr gut (1 : 23 %; 2 : 50 %; 3 : 12 %; 4 : 6 %; 5 : 2 %;
4 : 6 %; k.A. 3 %)
- Befragt nach der allgemeinen
Entwicklung des Gesundheitszustandes seit der Eigenblutbehandlung ergaben sich 60 % gut oder sehr gut und weitere 27 % befriedigend. 52 % der Patienten gaben eine Erstverschlechterung nach dem Eigenblut an, d.h. erst besserer und dann schlechterer Zustand. 71 % konnten sich erinnern, daß sie einen Ampullenzusatz zum Eigenblut erhalten hatten, und 52 % waren der Meinung, daß diese Ampullenzusatz auch nützlich war.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Eigenblutbehandlung auf sehr positive, überraschend gute Resonanz bei den Patienten stößt, allgemein als angenehm und langfristig wirksam gesehen wird und daß als einziger Nachteil die gelegentliche Erstverschlechterung bekannt ist. Praktisch alle Kassenpatienten haben eine Selbstzahlerrechnung für die Eigenblutbehandlung bekommen! Durch vorsichtige anfangs niedrigen Dosierung, wie sie in meiner Praxis üblich ist, ist eine Erstverschlechterung selten aufgetreten, obwohl zum Teil sehr viele Behandlungen durchgeführt wurden. In der Rubrik persönliche Bemerkungen finden sich Kommentare, wie "Eigenblut ist ein Wunderelixier", oder "Eigenblut hilft mir hervorragend, habe ich auch schon des öfteren weiterempfohlen". Sehr häufig wird auch erwähnt "Veränderung der seelischen Konstitution, belastbarer, Stärkung der Abwehrkräfte". Ein weiterer erfreulicher Kommentar lautete: "Ich komme seit Jahren ohne Penicillin aus!"

Als selbstkritische Anmerkung zum Fragebogen muß ich festhalten, daß der zweiseitige Fragebogen wohl eher schwierig war, und dazu verleitet hat, nur die erste Seite auszufüllen. Die Zuordnung von Diagnosen/Symptomen zur Eigenblutbehandlung schienen den meisten Patienten schwer zu fallen, dazu wurden relativ häufig Kommentare auf den Fragebogen geschrieben wie "kann ich nicht zuordnen". Auf die dann auf der zweiten Seite versuchte Zuordnung zwischen Symptomen und Beeinflußbarkeit durch Eigenblut waren die meisten Patienten nicht eingestellt, so daß die Antworten nicht ausreichend auswertbar sind. Nur etwa die Hälfte der Patienten hat diese Frage im Sinne des Fragebogens auswertbar angekreuzt.






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