Praxismanagement
09.12.2018

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Hausbesuche - notwendige Betreuung oder teurer Auswuchs des Abrechnungssystems?

Ein Beitrag zur ärztlichen Qualitätsforschung (Roman Machens & Michael Ullmann, erschienen im Berliner Ärzteblatt)


In der ganz guten, ganz alten Zeit kämpfte sich die 6jährige Enkelin durch Eis und Schnee zum einzigen Telefon des Dorfes durch, woraufhin der einzige Arzt einige Dörfer weiter sich aufs Pferd schwang, später sogar ein Auto ankurbelte und über Stock und Stein zum todkranken Großvater eilte, um den nahen oder auch schon eingetretenen Tod festzustellen. Dies war dann für die Familie eine größere Gesundheitsausgabe, wie sie nicht allzu oft anfiel.
In der nicht mehr ganz so guten, nicht ganz so alten Zeit schlief die Enkelin weiter, weil die Nachbarn Telefon hatten.
In der gar nicht mehr so guten, modernen Zeit war der Doktor alle 14 Tage beim Opa, bis der richtig krank wurde, ins Krankenhaus kam und dort starb.

Was hat der Hausarzt bei dieser Reihe von Hausbesuchen getan? Was hat es dem Opa genützt? Solche Fragen liefern Munition für hochbezahlte Krankenkassenmitarbeiter auf der Suche nach mehr Geld. Trotz unrechter Motivation ist leider ein Körnchen Wahrheit in manchen Vorwürfen gegen "die" Hausärzte.
In den bald 20 Jahre bestehenden Praxen der Autoren wird praktisch jeder Akutfall in die Praxis bestellt und besonders intensiv nachbehandelt. Wichtiger Grundsatz ist der professionelle Umgang mit dem Krankheitsgewinn: So schwer es anfangs fiel, haben wir es uns zur Regel gemacht, mit Akutpatienten weniger
Zeit zu verbringen als mit Patienten, die in relativ gesundem oder frühem Stadium kommen, um akute Ereignisse zu vermeiden. Letzteres muß emotional und also auch mit Zeit und Aufmerksamkeit belohnt werden. Deswegen restriktivste Hausbesuchdurchführung, deswegen wenig Zeit für den Akutpatienten, mehr Zeit und Aufmerksamkeit für den Prophylaxepatienten!
Im Notdienst erleben wir dagegen immer wieder, daß bestimmte - gerade nicht die größten - Praxen konstant eine sehr hohe Anforderungsrate haben, während Patienten aus anderen Praxen fast nie anrufen. Eine erstaunlich große Patientengruppe scheint es ganz normal zu finden, daß sie Samstag nacht Sofortbesuche wegen Beschwerden anfordern können, die typischerweise seit Montag oder Dienstag bestehen. Katastrophal waren im Notdienst einer Großstadt besonders bestimmte psychosoziale Grenzfälle, die ohne hausärztliche Versorgung, (feier-)täglich mindestens einmal die Rettungsleitstelle nötigten, den KVB-Arzt zu alarmieren. Die vor allem gleich nach der Neueinführung auffallend hohe „Kunden - Akzeptanz“ des „bayerischen Weges“ muss kritisch begleitet und unter Qualitätsaspekten aufgearbeitet werden. Seit die Tatütata – Fälle und die kassenalltagsärztliche Versorgungsrealität getrennt werden sollen, läuft letztere noch chaotischer. Die Patienten haben zwei Ansprechpartner, die normalerweise sehr, sehr wenig voneinander wissen

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