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21.10.2018

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Soll ein guter Arzt viel Geld verdienen? (Artikel von Dr. Machens im Deutschen Ärzteblatt)

Ethik und ärztliches Selbstverständnis in der Selbstzahlermedizin.

Wir Ärzte wundern und ärgern uns seit Jahren mehr oder weniger ausgesprochen darüber, daß unsere Arbeit zunehmend öffentlich angegriffen und unsere Honorare immer mißtrauischer beäugt werden. Trotz steigender Anforderungen wird den Ärzten immer weniger Honorar zugestanden. Natürlich könnte man dahinter einzelne bösartige Aktionen von Gegnern der Ärzteschaft vermuten – aber was halten Sie von dem Gedanken, daß die gesamte Bevölkerung das nicht mehr so wertvoll empfindet, was wir Ärzte in toto an Dienst-Leistung erbringen??


Da jeder Mensch sich immer Beziehungen mit „Wert für Wert“ wünscht, wäre das eine stimmige Erklärung sowohl für die öffentlichen Angriffe als auch dafür, daß Politiker jeder Couleur seit Jahren absolut ungestraft ärztefeindliche Sprüche und Aktionen loslassen. Auch in einem rein ärztlichen Medium äußert man so einen Gedanken ungern, weil er natürlich sofort von einigen unter den nichtärztlichen Lesern als Rechtfertigung für den neuesten ärztefeindlichen Schwachsinn genutzt wird. Qualitätsmanagement und externe Kontrollen der ärztlichen Tätigkeit sind ein oberflächlicher Ansatz, ein unökonomischer, dirigistischer Weg.
Wenn wir Ärzte die Lage von unserer Seite aus analysieren und verbessern wollen, müssen wir unsere „Kunden“ genauer verstehen. Das Gefühl, nicht das Richtige zu bekommen, haben inzwischen viele unserer Patienten bei den massenhaft verbreiteten typischen Problemen eines reichen Industrielandes, nämlich bei
· intensiver technischer Diagnostik von subjektiv als psychosomatisch wahrgenommenen Störungen, infolge dessen natürlich auch bei einer
· Therapie von relativ harmlosen Zuständen mit massiv eingreifenden Methoden oder Medikamenten und bei jeder
· subjektiv als Desinteresse empfundenen Inaktivität des Arztes bei Problemen ohne ernste Diagnose.
Gemeinsam
ist diesen ärztlichen Verhaltensweisen, daß sie durch die gängige Klinikausbildung verstärkt und mit den herrschenden Gebührenordnungen perpetuiert werden. Einem dergestalt frustrierten Patienten subjektiv befriedigende, medizinisch korrekte Lösungen anzubieten, ist leider nur als Selbstzahlerleistung möglich. Medizinisch sinnvolle Selbstzahlerleistungen sind zugleich die einzige wirtschaftlich sinnvolle Reaktion auf die Honorarsituation.
Wir sind unversehens in eine neue historische Phase geraten, die dringend nach einer intensiven innerärztlichen Diskussion des ärztlichen Verkaufens oder Nichtverkaufens verlangt. Sehr wichtig ist dabei die Situation und Sichtweise des „Endverbrauchers“: Was kann der Patient sich leisten – das ist genauso wichtig wie die Frage: was muß er sich leisten? Es ist keinesfalls damit getan, für die gleiche Leistung wie früher einfach mehr Geld zu verlangen, wie es einige unbedarfte Kollegen versuchen. Vielmehr verlangt Selbstzahlermedizin ein neues, besser und individueller maßgeschneidertes Angebot! Was muß der Arzt verkaufen, was darf er verkaufen? Vieles eigentlich doch Nötige zahlen die Kassen nicht mehr. Es ist sicher nicht so, daß in der Selbstzahlermedizin nur Überflüssiges oder Unethisches gemacht wird – das kommt aber leider (noch) vor und hat seine Gründe

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