Praxismanagement
09.12.2018

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Sitzplätze im Sprechzimmer - was bedeuten Sie?

Wir setzen uns einfach dahin, wo ein Stuhl steht. Ist das wirklich Alles? Oder sagt eine Sitzordnung doch etwas mehr über die anwesenden Menschen aus? Was ändert sich, wenn wir eine Anordnung von Sesseln anders hinstellen? Mehr als man meint! Für den Fall, daß ein Medizinstudent oder ein junger Assistenzarzt in Ihrer Praxis mitarbeiten soll, bekommen Sie hier wichtige Tips!

Die Standardanordnung der meisten Arztpraxen ist die aus dem klassischen Chefbüro: frontal einander gegenüber. So sitzt der Arzt hinter dem möglichst imposanten Sprechzimmertisch und der Patient davor. Manchmal steht da auch ein zweiter Stuhl für eventuelle Begleitpersonen. Die Wirkung ist distanzierend und imagestärkend für den Arzt hinter dem Tisch.
Die von Psychotherapeuten viel genutzte Alternative ist das gleichberechtigte Sitzen über Eck an einem Tisch. Das erzeugt viel Gemeinsamkeit und Nähe und läßt dennoch dem Patienten genügend Freiraum, sich auch im körperlichen Sinne zurückzuziehen. Manchmal zeigt er ganz deutlich, wieviel Freiraum er braucht – manchmal zeigt er auch einen Kontaktwunsch, indem er näher rückt. Fürs Pulsfühlen oder eine kleine Untersuchung ist diese Sitzordnung insofern ideal, als Sie nicht aufzustehen brauchen, sondern den Patienten sofort berühren können. Ein Nachteil bei langjähriger Berufsausübung ist die automatisch-zwangsweise Verdrehung der Wirbelsäule, die Sie sich antun, wenn Sie jahrelang in der gleichen Weise arbeiten.

Welchen Platz weisen Sie nun dem Studenten zu, der von Ihnen Gesprächstechnik, Medizin und Praxisorganisation lernen soll? In der klassischen Anordnung würde
ein Platz direkt neben dem Arzt bedeuten, daß er als Ihre rechte Hand in Ihren Unterlagen lesen kann - somit Dinge sieht, die der Patient nicht sieht und auf Ihrer Seite steht. Didaktisch von Nachteil ist dabei, daß der Student den Arzt nicht genau beobachten kann. Deshalb empfehle ich eine Anordnung mit seitlichem Blick auf beide, so daß der Student die Ausstrahlung und Mimik des Arztes gut sieht und gleichzeitig ihre Wirkung auf den Patienten. Damit wird ausgedrückt, daß das Beobachten der Interaktion wichtiger ist als der Blick in die Kartei oder auf den PC-Bildschirm. Wenn Sie zur Wissensüberprüfung eine Frage an den Studenten stellen oder ihm eine Erklärung gehen, ist der Patient nicht so ausgeschlossen, wie wenn 2 Experten hinter einem Riesenschreibtisch über ihn reden.

Noch deutlicher wird dieser Effekt in der „psychotherapeutischen“ Sitzweise über Eck. Der Dritte wird so zum Beobachter, der sich durchaus mit dem Patienten verbünden könnte, so daß dieser nicht in die Minderheit gerät. Tatsächlich erlebt man auch oft, wie die Patienten das Wort an den Studenten richten oder ihn ansehen, wenn sie Wünsche an den Praxisinhaber anmelden.

Mein Tip daher: Setzen Sie Studenten oder Assistenzärzte seitlich so, daß sie die Gesichter aller im Raum beobachten können.



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