Praxismanagement
12.12.2018

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Gesprächstips für Studenten in der Praxis

Lesen Sie diese kurze Einführung, wenn Sie als PJ-Student, als Famulus oder bei einem Praktikum in einer Arztpraxis mitarbeiten wollen.

Erster Kontakt
Denken Sie daran, daß Arztpraxen Wirtschaftsunternehmen darstellen, bei denen die Inhaber die am meisten ausgebeuteten Mitarbeiter sein können. An jeder Arbeitsminute hängt ein Preisschild. Auch sämtliche Ressourcen sind nicht schon irgendwie anonym im Voraus bezahlt, sondern müssen permanent neu erarbeitet werden - seien es Verbrauchsmaterialien, alle großen oder kleinen Investitionsgüter, jede Minute Arbeitszeit der Mitarbeiter und das Vertrauen der Patienten.
Stellen Sie sich deshalb als vertrauenswürdigen Mitarbeiter vor, der das Image der Praxis verbessert und die anfallende Arbeit erledigen hilft. Natürlich können Sie auch mit dem sympathischen Anspruch auftreten: "Ihr müßt mich jetzt ausbilden - macht mal!"
Als Student haben Sie möglicherweise eine lässigere Art des Umgangs mit äußeren Formen entwickelt als die Ärzte Ihrer Lehrpraxis. Geben Sie sich anfangs lieber etwas zu förmlich als zu locker. Fragen Sie, ob es eine Kleiderordnung gibt. Achten Sie lieber zu viel als zu wenig auf saubere Arbeitskleidung.
Merksatz: Patienten können nur schwer beurteilen, ob der Arzt die richtige Therapie verordnet. Aber sie sehen sehr genau, wenn er eine fleckige Hose trägt und ungewaschene Haare oder schmutzige Fingernägel hat.

Vorstellung beim Patienten
Wenn Sie alleine zu einem Patienten hereinkommen, stellen Sie sich in jedem Falle kurz vor, aber machen Sie keine minutenlange Zeremonie daraus. Nix für ungut, es gibt für die meisten kranken Menschen Wichtigeres, als die Lebensgeschichte des 27. Studenten erzählt zu bekommen. Der Praxis-Patient nimmt Sie viel schneller und überraschter als fremden oder neuen Mitarbeiter wahr als der Klinik-Patient, für den es sowieso von fremden Gesichtern wimmelt.
Wenn der Lehrarzt mit Ihnen gemeinsam zum Patienten hineingeht, ist es seine Aufgabe, Sie vorzustellen. Wenn er das nicht tut, macht er das wahrscheinlich deswegen, weil er weiß, daß das bei diesem Patienten gerade nicht wichtig ist. Nehmen Sie das nicht persönlich; ein Tumorpatient im Endstadium hat vielleicht schon viele Studenten gesehen und klare Prioritäten für seine kurze Zeit mit seinem Arzt. Selbst wenn Sie in ein intensiveres Gespräch mit einem Patienten kommen sollten, vergessen Sie bitte nie, daß Sie bald weg sind - der Patient bleibt weiter bei seinem Arzt. Oder wollen Sie in die lebenslange Betreuung einsteigen? Hinterlassen Sie also keine Gefühlsruinen.
Vermeiden Sie Alles,
womit Sie Mißtrauen oder Angst beim Patienten erzeugen könnten. Erstens sind Sie noch kein routinierter Arzt, zweitens sollten Sie auch als erfahrener Arzt immer das Vertrauen des Patienten zu seiner Therapie und seinen Ärzten an die erste Stelle setzen - Vertrauen heilt viel besser als jede noch so moderne Technik!

Informationen an den Patienten
Sie sind nicht dazu da, dem Patienten Informationen zu geben, die die behandelnden Ärzte nicht gegeben haben. Es kann sehr gute Gründe geben, warum bestimmte Dinge so und nicht anders oder auch einmal gar nicht gesagt werden. Erfragen Sie, warum es so ist. (Fast) jeder Lehrarzt ist gerne zu einer für beide lehrreichen Diskussion bereit - aber wohl nicht bei laufender Sprechstunde und nicht vor dem Patienten. Wenn Sie anderer Meinung sind, können Sie das später Alles viel besser machen - hoffentlich! Beobachten Sie zunächst einmal genau, wie sich das auf die Dauer auswirkt, was Ihre Ausbilder jetzt tun. Das gilt gerade für die psychotherapeutischen und psychologischen Interventionen, die in der gesamten Medizin permanent stattfinden, auch wenn nicht immer das Schild "Jetzt Psychostunde!" drüberhängt. Viele Operationen sind getarnte Psychotherapie und wirken auch so (nicht alle Chirurgen sehen das so....).

Verhalten während der Sprechstunde
Je nach Praxisorganisation, Praxisgröße, momentanem Arbeitsanfall, Personalsituation etc. hat Ihr Ausbilder mehr oder weniger Zeit zum Beantworten Ihrer Fragen. Wenn Sie nichts fragen, denkt er vielleicht, es interessiert Sie nicht und ignoriert Sie - er kennt Studenten, die nur ihre Pflichtzeiten "absitzen" wollen. Haben Sie immer Stift und Papier griffbereit, und schreiben Sie mit, was wichtig ist. Wenn Sie keine Hinweise dazu bekommen, fragen Sie selbst, wann Sie Fragen stellen sollen!

Auftreten gegenüber nichtärztlichem Personal
Arzthelferinnen und Medizinische Fachangestellte sehen in Ihnen nicht den zukünftigen Superdoc, sondern eher eine potentielle Belastung während ihrer Arbeit. Seine Sie freundlich und höflich, fragen Sie viel. Wenn Sie ungefragt und kompetent mithelfen, wird das immer gesehen und honoriert. Später einmal müssen Sie die gesamte Arbeit des nichtärztlichen Personals beherrschen, verstehen, kontrollieren und beurteilen können. Auch wenn das nicht Ihre Aufgabe ist: als Student mal den Boden zu wischen oder Brezen zu holen, wirkt extrem positiv auf die Mitarbeiter. Sie werden Ihnen später Ihre Millionen aus ganzem Herzen gönnen


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