Praxismanagement
09.12.2018

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Was haben Arzt und Süchtige gemeinsam?

Der Preis für die abgegrenzte Individualität des Einzelwesens ist die unstillbare Sehnsucht nach Verschmelzung mit einem anderen Wesen (W. Reich). Sucht und Sexualität sind sehr enge Kontakte. Wenn eins von beiden fehlt, kann dann das andere es ersetzen? Die Sehnsucht nach dem Absoluten bringt die Menschen dazu, Trost bei „leicht“ erreichbarer Ersatzbefriedigung oder bei Ärzten und Heilkundigen zu suchen und oft auch zu finden (Dörner/Plog).
Autoren: Roman Machens & Michael Alexander Ullmann


Medikamenten“sucht“ kann in Praxis und Klinik leicht übersehen werden, da in einer Art „folie à deux“ Ärzte sich gerne zu einer leicht erbringbaren Art von „Hilfe“ hinreißen lassen - Sedativa, Hypnotika und Tranquillantien. Andere Süchte sind leichter zu erfragen und klarer einzuordnen: Sex, Spiele, Abenteuer und Abwechslung, Beruhigung und Ermutigung, Arbeit und Aktionismus, Alkohol, Opiate oder Ecstasy. Letztere geben dem Süchtigen oft sogar die Chance, von sich aus Leidensdruck zur Abstinenz zu entwickeln. Hier sehen die Autoren als jahrzehntlang tätige Kassenärzte eine wichtige Aufgabe in der gesellschaftspolitisch notwendigen Früherkennung durch aktive Hausarztmedizin.
Denken Sie häufiger an die laborchemischen Frühzeichen, verharmlosen Sie keinen erhöhten Leberwert, und fragen Sie bei hohem MCV direkt nach Alkohol. Weitere Frühzeichen finden sich in Verhalten und Kommunikation. Registrieren Sie auf Hirnorganisches hinweisende Besonderheiten wie unangebrachte Vertraulichkeiten oder Wiederholungen. Am bekanntesten ist die Häufung chirurgischer Erstversorgungen
bei Alkoholikern. Alkohol ist der Stoff, der bei weitem am häufigsten Stürze und Verletzungen mitauslöst. Häufige Notdienstkontakte oder regelmäßige Klinikambulanzkontakte, keinen Hausarzt zu haben, gezielt vor allem Wiederholungsrezepte anzufordern oder Facharztkontakte ohne Hausarzt(!) sind verdächtig!
Klinisch sind nicht nur die Lebervergrößerung oder Spider zu suchen, sondern auch versteckte Injektionsstellen, an die auch der dicke Pullover zur falschen Jahreszeit denken läßt.
Die Symptome sind vieldeutig. Wenn Sie als Arzt in dem Zwang leben, Zeit sparen zu müssen, stellen Sie selber einen der Risikofaktoren für das Übersehen von Sucht dar. Die Ausschlüsse bei privat Versicherten sind ein weiterer relevanter Faktor!
Die Ärzte als gefährdete Gruppe haben nach wie vor das gleiche Problem: Information der Kammern gefährdet immer auch die Approbation! Die geringe Lebenserwartung der Ärzte hat auch hier eine Ursache. Die Ärztekammern müßten dieses Problem ihrer Mitglieder erkennen und eine geschützte Beratung anbieten. Arzt und Süchtiger haben viel gemeinsam. Viele Ärzte sind Süchtige, viele Süchtige sind Ärzte!



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