Praxismanagement
22.10.2018

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Desintegrierte Versorgung fängt klein an...

Hat es eine besondere Bedeutung, daß die Pressemitteilung über das Modellprojekt von Medi Baden-Württemberg aus dem weniger bekannten Ort Neupotz kommt? "Neupotz" könnte der Beginn des Untergangs für viele Praxen sein, wenn die Folgen des Modellprojekts bei Daimler-Chrysler nicht sehr kritisch beobachtet werden.

Es beginnt ganz friedlich und beinahe ärztefreundlich: „Viele Patienten gehen erst zum Arzt, wenn sie ernsthaft krank sind....“ Analysieren wir die Folgen: Mitarbeiter von Daimler-Chrysler in Wörth und Germersheim können seit dem 5. Oktober 2004 vor oder nach Schichtbeginn wechselweise einen Orthopäden, Dermatologen, Chirurgen oder einen Klinikinternisten aufsuchen – motiviert oder geködert werden sie mit dem Erlaß der Selbstbeteiligung, der „Praxisgebühr“ und wahrscheinlich auch mit großzügigerer Medikamentenverordnung ohne Budgetzwänge.
· In den Praxen entfallen vor allem die Verdünnerscheine.
· Die persönliche Beziehung zu einem bestimmten Arzt wird abgebaut – vor allem die zum Hausarzt.
· Bei einem garantierten Stundenhonorar von 100 € (ohne Abzug von Kosten entspricht das 200 € in der normalen Praxis) können die Fachärzte leicht gute Laune verbreiten.
· Wir machen den Trend zum austauschbaren Supermarkt-Arzt hoffähig.
· Dank der Krankenhaus-Internisten der Asklepioskette wird eine internistische Abklärung wohl mehr stationär als ambulant erfolgen.

Die Honorargestaltung mit 12,50 € pro Kontakt verleitet zur häufigen Wiedereinbestellung z.B. chirurgisch versorgter Patienten: Wenn der Arzt unter 8 Minuten pro Patient
benötigt, kann er über die garantierten 100 € stündlich kommen. Das ist vielen Kollegen in „normalen“ Praxen nicht möglich.
Wie müßte dieses Projekt umgestaltet werden? Es läßt sich noch was daraus machen, weil sich das Projekt in der jetzt geplanten Form bald als in der Prävention unwirksam erweisen wird. Folgende Modifikationen sind mindestens erforderlich:
· Ausschluß der präventionsunerfahrenen Klinikärzte ohne überstandenen „Praxisschock“ zugunsten der Niedergelassenen.
· Statistischer Vergleich der Prophylaxeerfolge von Haus- und Fachärzten
· Konstante, bekannte Ansprechpartner aus niedergelassenen Praxen für jeweils zwei Monate im ausgelosten Rotationsverfahren, überwiegend Hausärzte.
· Doppelt so hohe Honorare für die teilnehmenden Ärzte, so daß Gespräche – das beste Mittel der Prävention – sich wirklich lohnen und zusätzlicher Technikeinsatz kein Geld mehr einbringt.
· Möglichkeit der Überweisung zum Hausarzt, notfalls auch zum Facharzt, ohne Selbstbeteiligung für den Patienten, also Therapie ohne Bestrafung.
Nur so verhindert man die Zerstörung von Hausarztpraxen und Vertrauensbeziehungen, und nur über einen Einbezug des medizinischen Erfolgs in den Erfolg der Ärzte tritt die erhoffte Reduktion der Krankschreibungen ein!




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