Praxismanagement
09.12.2018

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Effektiver Ressourceneinsatz: Arztzeit und Geräte

Auszug aus einer Praxisberatung

Dr. Machens: Was haben Sie denn seit unserer letzten Coaching-Sitzung räumlich verändert?

Dr. A-D: Eigentlich nichts, aber es läuft viel runder. Ach doch, wir haben das Lungenfunktionsgerät aus der Kammer geholt, es steht jetzt wie geplant im Labor.

Dr. Machens: Wie oft haben Sie es jetzt verwendet?

Dr. A-D: Etwa 1mal pro Tag statt alle 2-3 Wochen einmal.

Dr. Machens: Immerhin 900% öfter, wenn es 10mal statt 1mal genutzt wird. Sie verdienen sogar Geld damit, weil Sie ihr Praxisbudget bisher ja nicht voll ausnutzen. Sie schreiben auch eine Fluß-Volumen-Kurve - daher dürfen Sie beim Privatpatienten zur 605 auch die 605A abrechnen.

Dr. A-D: Da haben wir ja jedes Mal knapp 20 Euro verschenkt, erarbeitetes Geld!

Dr. Machens: Wenn Sie die letzten Privatpatienten rekonstruieren - etwa 2 oder 3 Monate zurück, können Sie die anrufen lassen und ihnen dann die fehlende 605A noch in Rechnung stellen. Aber viel wichtiger - auch medizinisch gesehen - ist es natürlich, daß Sie ein Konzept verfolgen. Ich persönlich möchte von jedem meiner Patienten zumindest einmal im Leben eine Lungenfunktion machen. Das bietet sich logisch bei jedem Allergiker oder Heuschnupfenpatienten an. Bei jedem Checkup sollten Sie eine Lungenfunktion machen; da könnte es später auch zur Selbstzahlerleistung werden, wenn Ihre Helferinnen damit genügend Routine haben.

Dr. A-D: Danke. Mein Hauptproblem ist aber mein Assistent, der sehr nett und gründlich arbeitet, aber ich glaube, ich kann ihn mir nicht mehr leisten, sobald die Förderung ausläuft. Deshalb denke ich an die Gründung einer Gemeinschaftspraxis.

Dr. Machens: Sie werden dadurch nicht mehr verdienen, sondern weniger, weil Sie damit einen gleichberechtigten Partner produzieren. Der will und muß von der Selbständigkeit finanziell profitieren, gerade auch wenn er eine Einstiegssumme an Sie bezahlt.

Dr. A-D: Was empfehlen Sie dann? Den angestellten Assistenten finde ich ziemlich
teuer.

Dr. Machens: Man sucht bei solchen Problemen nach dem Engpaß, den das Unternehmen zu bewältigen hat. Wenn Ihr Engpaß das zu geringe Einkommen wäre, müßte der Assistent zur Einkommenssteigerung - mehr Leistungen pro Patient und Zeit - beitragen. Das dürfte derzeit Ihr Hauptproblem sein. Die mangelnden zeitlichen Freiräume müssen Sie nach unserer bisherigen Analyse zunächst durch effektivere Erledigung der Verwaltungsaufgaben freischaufeln. Nach Ihrem Zeitplan sind Sie mehrmals wöchentlich über 3 Stunden alleine ohne Patienten in der Praxis - was tun Sie da?

Dr. A-D: Irgendwie vergeht die Zeit wie im Fluge... Ich trage die Abrechnungsziffern ein, lese was nach und denke nochmal über jeden einzelnen Patienten nach.

Dr. Machens: Das klingt irgendwie, als ob Sie sich etwas vorgenommen hätten, das Sie dann doch nicht schaffen und daß Sie fast in einer Art Trancezustand vor Ihrer Kartei sitzen...

Dr. A-D: Da könnte was dran sein.

Dr. Machens: Ökonomisch entscheidend ist aber, daß Sie Arbeitszeit investieren, die weder Geld einbringt noch vom Patienten registriert wird. Wenn Sie dokumentieren, kurz nachlesen, die Abrechnungsziffern aufschreiben oder eingeben, während der Patient dabei sitzt, dann spürt und sieht er Ihren Aufwand - wenn der schon nicht direkt Geld einbringt.

Dr. A-D: Das wäre zwar eine ziemliche Umstellung, aber leuchtet schon ein.

Dr. Machens: Allgemein sollten Sie alle Verwaltungsaktivitäten sofort während der Anwesenheit des Patienten starten. Am meisten spüre ich den Vorteil bei Attesten: ich diktiere sie, während der Patient dabei ist, er freut sich, daß er zuhören darf, und ich kann immer nachfragen und mir restliche fehlende Infos sofort geben lassen. Wenn Sie in dieser Form umstellen, kann ein Assistent Ihnen Freizeit und Geld einbringen.

Dr. A-D: Darauf freue ich mich, danke.

Nach einer Woche begeisterter Anruf der Ehefrau: "Mein Mann kommt jetzt jeden Abend 2 Stunden früher heim und es ist Alles erledigt!"





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